Temperaturen

Ein komplexes Maß

Das Messen und Angeben der Temperaturspanne eines Schlafsacks ist eine sehr komplexe Sache. Grundsätzlich erzeugen wir über unseren Metabolismus Wärme – und in einem Schlafsack verlieren wir wiederum Wärme durch Ableitung zum Boden, Konvektion über Luftzirkulation, Respiration aus der Luft, die wir ausatmen, Ausdünstung von Schweiß und Strahlung von Infrarotwärme, wobei die beiden letzen am wichtigsten sind. Für einen angenehmen Schlaf benötigen wir eine Wärmebalance. Dabei handelt es sich um die Differenz aus erzeugter Wärme und durch die oben genannten Faktoren verlorene Wärme.

Stoffwechselwärme

All diese Faktoren hängen wiederum von der abgegebenen Stoffwechselwärme ab, die eine sehr komplexe Angelegenheit ist und auch Aspekte wie Körperfettanteil, Alter und Geschlecht eine Rolle spielen – aber auch Erfahrung und Lebensstil beeinflussen das Wärmeempfinden. Jüngere Personen erzeugen im Allgemeinen mehr Körperwärme als ältere Menschen, eine dicke Person fühlt sich wärmer als eine dünne, erfahrene verlieren weniger Wärme als Anfänger – und Frauen ist grundsätzlich kälter als Männern.

Die Norm EN 13537

Alle Yeti-Schlafsäcke sind gemäß der Norm EN 13537 getestet, welche die Temperatur definiert, bei der ein angenehmer Nachtschlaf ohne Aufwachen aufgrund von Kälte garantiert ist.

Comfort

Diese Temperaturkategorie gibt das Maximum an, bei dem ein Mann schlafen kann, ohne intensiv zu schwitzen. Definiert wurde dieser Wert bei offenem Belüftungsreißverschluss, Armen außerhalb des Schlafsacks und offener Kapuze. Dies ist auch die Untergrenze für die durchschnittliche Frau und gemäß EN 13537 liegt dieser Wert um 5º C höher als für den durchschnittlichen Mann.

Limit

Diese Temperaturkategorie definiert den Mindestwert, bei der eine Person einen angenehmen Nachtschlaf erlebt, ohne von der Kälte aufgeweckt zu werden. Dies ist auch die Untergrenze für den durchschnittlichen Mann.

Extreme

Diese Temperaturkategorie gibt die Untergrenze für das Risiko von Gesundheitsschäden an und ist gleichzeitig die niedrigste Temperatur, bei der der Schlafsack den Nutzer vor Hyperthermie schützt.